Schiedsstelle

Die Schiedsstelle ist als informelle Einrichtung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin im Dienste ihrer Mitglieder gedacht. Dorthin können Sie sich wenden, falls Sie vor Problemen stehen, die sich außerhalb allgemein existierender Strukturen abspielen bzw. auf Wunsch der Betroffenen außerhalb solcher Strukturen abgehandelt werden sollen.

Der Zweck ist eine unverbindliche Beratung oder Vermittlung bei beruflichen Konflikten, wie sie in vielen Bereichen gefäßmedizinischer Tätigkeit auftreten können. Im Folgenden sind Beispiele genannt, die aber keine erschöpfende Beschreibung darstellen, da viele weitere Varianten denkbar sind.

  • Vermittlung bei Konflikten zwischen leitenden Kollegen - auch OÄ und Chefärzten
    • innerhalb einer Abteilung
    • interdisziplinär
  • Analyse und Beratung bei Konflikten zwischen gefäßchirurgischen Chefärzten und der Geschäftsführung
  • Analyse und Beratung bei Vorwürfen medizinischer Fehlentwicklungen
  • Analyse und Beratung bei Vorwürfen ökonomischer Fehlentwicklungen
  • Vermittlung bei Konflikten zwischen Chefärzten und den ÄK und anderen Aufsichtsinstitutionen

Diese Konflikte sind dadurch gekennzeichnet, dass es oftmals einer externen Moderation bedarf, um verhärtete Fronten zu umgehen. Auch kann es sinnvoll sein, bei Konflikten eine externe Analyse zu erfragen, da auch eigene Sichtweise an Objektivität verloren hat.

Leitende Ärzte, die oben stehen, fehlen oftmals Gesprächspartner, mit denen sie Konflikte offen diskutieren können.

Viele dieser Probleme sind dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Gesellschaft zwar häufig auftreten, aber einen Arzt oft nur einmal betreffen, so dass diesem die entsprechende Erfahrung im Umgang mit seinem Problem fehlt. Lebens- und berufserfahrene Kollegen kennen diese Situationen aber oft. Auf dem Boden solcher Erfahrung sollte im Kreise der DGG eine Unterstützung angeboten werden

Die beratende Tätigkeit der Schiedsstelle beruht auf allgemeiner Lebens- und Berufserfahrung. Juristische Ansprüche können hieraus auf keinen Fall abgeleitet werden.

Die Ratsuchenden wird absolute Vertraulichkeit zugesichert. Es gehen auch keine Informationen an den Vorstand. Die Mitglieder der Schiedsstelle werden lediglich eine quantitative Aussage über ihre Tätigkeit treffen.

Die Mitglieder der Schiedsstelle, bei welchen es sich um in der gefäßmedizinischen Gesellschaft allgemein anerkannte und respektierte Persönlichkeiten handelt, werden vom Vorstand auf 2 Jahre ernannt. Weitere Amtsperioden sind möglich.

Derzeit haben sich zu dieser Aufgabe im Dienste der Mitglieder folgende Persönlichkeiten bereit erklärt:

  • Prof. Dr. med. Klaus Balzer
  • Dr. med. Hans-Joachim Florek

Zur Wahrung der Vertraulichkeit kann der Kontakt direkt über die E-Mail der Schiedsstellenmitglieder aufgenommen werden. Diese sind im Mitgliederverzeichnis der DGG einsehbar.