Kommission Wundmanagement

Die Wundkommission der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin hebt die Expertise unseres Fachgebietes in der Diagnostik und der Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden hervor. Die Notwendigkeit, gefäßchirurgisches Know How einzubringen ergibt sich aus der Annahme, dass ca. 80 % der chronischen Wunden durch Gefäßerkrankungen bedingt sind. Insgesamt wird die Behandlungsbedürftigkeit von Patienten mit chronischen Wunden in Deutschland auf ca. 3 Millionen Menschen geschätzt.

Kontakt

Dr. med. Wolfgang Tigges


Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg
Klinik für Gefäßmedizin
Hohe Weide 17
20259 Hamburg
Tel: 040 790 202 640
Fax: 040 790 202 649
E-Mail: wolfgang.tigges@d-k-h.de

Die Beschäftigung mit dem Problem der chronischen Wunden hat sich gerade in den vergangenen Jahren als wissenschaftlicher Schwerpunkt in einigen Einrichtungen behaupten können; dabei ist das Fachgebiet der Gefäßchirurgie-Gefäßmedizin neben den Disziplinen Dermatologie, Diabetologie, u.a. nur eines von vielen Fachgebieten. Die Vielfalt der verschiedenen Fachdisziplinen unterstreicht aber gerade den Anspruch und die Notwendigkeit, dass das Thema „Wunde“ in den Fokus der Gefäßchirurgen auch außerhalb wissenschaftlicher Einrichtungen getragen werden muss.
Diese Aufgabe hat sich die Wundkommission zum Ziel gesetzt.

Dabei ist die Kooperation der Wundkommission der DGG zu anderen Fachgesellschaften und Institutionen unerlässlich. Diese hat in der jüngsten Vergangenheit dazu beigetragen, strukturelle Voraussetzungen für eine gemeinsame fachübergreifende Zertifizierung von Wundzentren zu ermöglichen. Näheres dazu ist dem Bericht über die Zertifizie ung von Wundzentren an gleicher Stelle zu entnehmen.
Darüber hinaus sind Mitglieder der Wundkommission aktiv in einer vom Institut für Versorgungsforschung Hamburg organisierten Konsensuskonferenz, in der es um die Erarbeitung von Merkmalen geht, nach denen Wunden und deren Diagnostik und Behandlungsverläufe wissenschaftlich wie klinisch erfasst werden können.

Diese Merkmale sind notwendige Voraussetzungen, damit die wissenschaftlichen Aussagen von Publikationen über die Behandlung von chronischen Wunden im Sinne der Evidence based medicine beantwortet und miteinander verglichen werden können. Zum Teil ist die 2012 fertiggestellte S3 Leitlinie durch derart mangelnde Vergleichbarkeit in ihrer Aussagekraft eingeschränkt.

Alle diese Bemühungen sind darauf gerichtet, die Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden zu verbessern, was nachweislich die Lebensqualität der Patienten verbessern hilft. Dies führt durch Aufklärung und Transparenz bei den Kostenträgern dazu, dass eine Vergütung der erbrachten Leistung an die Einhaltung von Standards geknüpft wird. In diesem Sinne bemühen sich die Mitglieder der Wundkommission mit anderen Einrichtungen um eine Zentrierung der Behandlung und verbindlichen Abschlüssen von Selektivverträgen mit Krankenkassen, die als Vorlage in allen Regionen Deutschlands dort angewandt werden könnten, wo die geforderten Strukturen und Standards vorgehalten werden.

Seit 2009 richten die Mitglieder der Wundkommission regelmäßig im Rahmen der Jahrestagung Wundkurse aus; seit 2012 ist die Wundkommission mit einer eigenen Rubrik im Herausgeberbeirat der Zeitschrift Gefäßchirurgie repräsentiert.

Mitglieder der Kommission sind:

  • Dr. med. Wolfgang Tigges (Hamburg) (Leiter)
  • Prof. Dr. med. Eike Sebastian Debus (Hamburg)
  • Dr. med. Holger Diener (Hamburg)
  • Dr. med. Stephan Eder (Villingen Schwenningen)
  • Dr. med. Thomas Karl (Bad Friedrichshall)
  • Dr. med. Gunnar Riepe (Koblenz)
  • Prof. Dr. med. Martin Storck (Karlsruhe)
  • Prof. Dr. med. Gernold Wozniak (Bottrop)